Klimaanpassung – Los geht’s!

Klimaanpassung – Was ist das, warum ist sie notwendig und was hat das Ganze mit uns an der Freien Schule zu tun?

Egal ob global oder direkt bei uns vor der Tür – der Klimawandel ist inzwischen überall angekommen und spürbar. Es bleibt uns gar nichts anderes übrig, als Wege zu finden, mit den Auswirkungen von Hitze, Trockenheit, extremen Wetterereignissen und größer werdenden Gesundheitsbelastungen zurechtzukommen. Das heißt, dass wir unser Lebens-, Arbeits- und Lernumfeld so gut wie möglich an die neuen Herausforderungen anpassen müssen. Aus diesem Anlass haben wir 2022 in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsarchitekturbüro GFSL ein Klimaanpassungskonzept für die Freie Schule Leipzig e. V. erstellt. Dieses möchten wir euch gerne vorstellen.

Was ist das Klimaanpassungskonzept? Wozu soll es dienen? Was steht drin?

Das Klimaanpassungskonzept soll die Schule, besonders die Außenanlagen, auf die Folgen des Klimawandels vorbereiten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Gesundheit der Lernenden und Lehrenden – aktuell und in Zukunft. Die Freie Schule soll dauerhaft und nachhaltig ein Lebens- und Lernraum sein, der allen zu Gute kommt. Das Konzept betrachtet sowohl die Perspektive von Lernenden und Lehrenden als auch die von Flora und Fauna. Unsere Schule wird dabei als komplexes System verstanden, in welchem verschiedene ökologische Kreisläufe wirken. Aufbauend auf dem Klimaleitbild der Schule hat das Landschaftsarchitekturbüro GFSL ein gestalterisches Leitbild für die Freianlagen erarbeitet. Vier Prinzipien liegen diesem zu Grunde:

  • Erhalt und Wiederverwendung/Aufwertung
  • Entsiegelung und Neubegrünung
  • Nachhaltig bauen
  • Lebendigkeit / Flexibilität

Das Klimaanpassungskonzept geht zudem auf die Aktivitäten, den Unterricht und den Energie- und Ressourcenverbrauch der Schule ein. Die Erstellung des Konzepts wurde vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) im Rahmen des Programms „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen“ gefördert.

Wie geht es weiter? Was machen wir mit dem Konzept?

Teil des Klimaanpassungskonzepts ist die Neugestaltung unseres Schulgeländes. Wir haben räumliche und inhaltliche Vorgaben für die Planung und den Bau erarbeitet und werden die ersten konkreten Maßnahmen im Herbst dieses Jahres (Bau von Benjes-Hecken) und im nächsten Jahr (Neugestaltung Schulhof) umsetzen. Dazu werden weitere Fördermittel und auch Eigenmittel der Schule verwendet. Und wir benötigen eure Unterstützung beim Bau der Benjes-Hecken. Auch kleinere Projekte und Maßnahmen, bei denen ihr als Schüler und Schülerinnen, als Eltern oder als Fördernde mitmachen könnt, sind möglich. Auch hier freuen wir uns auf Input und Mitwirken von euch allen, sowohl bei der Suche nach Finanzierungsmöglichkeiten als auch bei der tatkräftigen Umsetzung. Sprecht uns gern an, wenn ihr Ideen und Wünsche habt.

Die Planung für unseren Schulhof ist in vollem Gange. Seit Frühjahr 2022 ist das Landschaftsarchitekturbüro GFSL damit beauftragt. Im Herbst soll die technische  Ausführungsplanung fertig sein, damit wir dann mit der Ausschreibung der Baumaßnahme beginnen können. So richtig los mit dem Bau geht es voraussichtlich Anfang 2023. Es wird nochmal laut und wir werden ein paar Monate Baustelle im Schulalltag miterleben. Wenn alles klappt, ist der Schulhof bis Sommer 2023 fertig umgestaltet. Die Anstrengung ist es jedenfalls wert: Statt einer kaputten Asphaltfläche bekommt unser Schulhof dann schöne Grünflächen, einen versickerungsfähigen neuen Pflasterbelag und 15 neue Bäume. Die nächsten Hitzesommer lassen sich so bestimmt besser aushalten.

Geschichte vor Ort: Spurensuche zur NS-Zwangsarbeit am Schulgelände

Am Donnerstag vor den Herbstferien hat sich eine kleine Gruppe bei nasskaltem Wetter zu einer Geländebegehung auf gemacht, um sich über das ehemalige Zwangsarbeitslager Leipzig-Schönau in unmittelbarer Nähe zu unserem Schulgelände zu informieren. Wir haben uns zuvor bereits mit dem Nationalsozialismus im Unterricht auseinandergesetzt und Mirko Koch von der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig eingeladen. Mirko Koch forscht selbst zu dem Lager, in dem mehrere Hundert ungarische Jüdinnen Zwangsarbeit verrichten mussten. Bei unserer Begehung haben wir nicht nur etwas über das Gelände, sondern die Bedeutung der Zwangsarbeit für das nationalsozialistische Regime und die Alltäglichkeit der Zwangsarbeit in Leipzig erfahren. Wir werden uns weiterhin mit dem Thema beschäftigen und  – sobald es wieder möglich ist – die Gedenkstätte in der Permoserstraße besuchen.

Freie Schule zu Wasser und zu Lande

Auch unsere Schule ist wie so viele im Lande derzeit nicht voll besetzt. Die Grundschulegruppen versuchen dennoch mit vielen Draußenangeboten so viel Freie Schule Leipzig zu bieten wie es nur geht. Gestern stachen einige Schüler*innen in See und machten den Karl-Heine-Kanal unsicher. Die andere Gruppe erprobte in den Schönauer Lachen die Crossstrecke.

Schule im Schwimmbad?

Schule im Schwimmbad! Während andere Schüler*innen in Leipzig in  ihren Klassenräumen schwitzen, haben wir die Schule ins Freibad Kleinzschocher (ein Dankeschön geht an das Team der Bademeister*innen) verlegt. Im Schulgebäude werden zeitgleich Wände eingerissen, Böden nehmen neue  Formen und Farben an;  im Bad können verschiedene Schwimmstufen absolviert werden. Bei schlechtem Wetter werden Alternativen gefunden:  Ausflüge ins Buch – und Druckkunstmuseum, Paddeln und Bouldern stehen in der nächsten Woche an. Die Verwaltung freut sich bereits ab 9.9.19 wieder das Team und die Schüler*innen im Schulhaus begrüßen zu können.

Grenzen testen beim Bouldern

Beim Bouldern kann man sich ausprobieren, seine Grenzen überwinden und sich nach Herzenslust bewegen – ein Mal pro Woche probieren wir das gemeinsam im Kosmos und alsbald geht es für  für eine Woche auf Boulderfahrt an die Felsen am Schneeberg in Tschechien.

Auf Schusters Rappen

Probewandern – einfach mal losgehen und schauen, wie weit wir kommen.
Unsere „Herausforderungstour“ zur Burg Lohra im nächsten Jahr soll unter der Devise stehen: mit möglichst wenig Geld auskommen, möglichst viel Hilfe anderer annehmen und dabei eine möglichst schöne Zeit verbringen.
Um uns an dieses Abenteuer heranzutasten, sind wir am 26. November mit vollem Gepäck von der Schule aus in Richtung Cospudener See aufgebrochen. Weiterlesen