Alexander Ortmann
Wie möchte ich leben, zusammen mit den anderen? Was möchte ich dafür tun und was nicht?
In einer Schule, in der wir uns mit dem beschäftigen können, was uns interessiert, begegnen uns diese Fragen immer aufs Neue. Neben aller Freude, die wir teilen, erfordert es auch viel Disziplin, das zu finden, was man wirklich möchte, sich nicht einfach einzupassen und die Widersprüche unserer Lebensweise nicht als lästige Probleme abzuschieben, sondern als Lernfelder für sich und andere zu begreifen: Schaut man in die Welt, dann finde ich, ist es offensichtlich, dass wir andere Wege gehen, anders lernen und zusammenarbeiten müssen – und „Schule“ sollte auch dafür ein Ort des Lernens sein.
Seit 2004 begleite ich die Kinder einer 1.-3.-Gruppe beim Rechnen, Spielen, Schreiben, Lesen, Streiten, Experimentieren, Nachdenken und Beobachten – kurz bei der Aneignung ihres Lebens und schätze ihre kindliche Fantasie: „Wenn ich erwachsen bin, möchte ich Landstreicher werden, aber mit genug Geld“ - „Von wem bekommst du das Geld?“ – „Von meinen Eltern.“
E-Mail: ao@freie-schule-leipzig.de
Dörte Haußner
Die Ideen, wie man als Heranwachsender in einer durchregulierten Gesellschaft ein mündiges Individuum werden und sein kann, wie man selbstbestimmt lernen und seine Ziele verfolgen kann, haben die Entscheidung hier zu arbeiten, leicht gemacht.
In meinem ersten Jahr in der 4./5. Klasse war ich beeindruckt, mit welch großer sozialer Kompetenz die Kinder miteinander umgehen, auftauchende Probleme ansprechen und demokratisch selbstbestimmt lösen.
Hier kann man als Kind lernen, selbstverantwortlich zwischen vielfältigen Optionen zu wählen – Verantwortung für sich selbst und andere zu übernehmen.
Mir gefällt, dass die Kinder ihren eigenen Zeit- und Lernplan finden können, wir können uns zusammen Zeit nehmen – ein seltenes Geschenk in dieser Leistungsgesellschaft mit ständiger Zeitnot! Die gewonnene Souveränität für den Einzelnen empfinde ich als wertvoll, als Chance für das eigene Leben.
Ich kann in diesem Prozess begleiten und Anregungen geben, möchte mein Wissen in Freude am Gestalten, am Ausprobieren, in eine ganzheitliche Förderung umwandeln. In den Fächern Deutsch und Kunst möchte ich Theaterprojekte verwirklichen, ein Angebot im Nähen, Kostüm- und Bühnengestalten bzw. Puppenbauen geben, Projektideen der Kinder begleiten. Außerdem schwebt mir eine offene Druckwerkstatt vor, in der die Kinder jederzeit Bilder und Texte drucken können - bis hin zu Büchern. Für diese Fantasiewerkstatt benötigen wir noch zusätzliche Räume. Wir sind im Prozess...
E-Mail: dh@freie-schule-leipzig.de
Hagen Kunert
Ich arbeite seit Dezember 2004 an dieser Schule. Ich bin Vater von einem kleinen Sohn und einer Tochter. Zu meinen Hobbys gehören Lesen, Fotografieren und Sport. Diese Schule ist etwas ganz besonderes für mich. Hier habe ich eine Arbeit gefunden, die zum einen sehr viel Spaß macht und mich zum anderen immer wieder etwas Neues erleben lässt. Die Charakterbildung der Kinder zu kleinen und später großen Persönlichkeiten ist für mich ein ganz wichtiger Prozess, der viel Raum benötigt, den die Kindern in unserer Schule finden. Begeistert bin ich auch von den vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten, sowohl für die Kinder als auch für uns Erwachsene. Momentan bin ich Bezugsperson der vierten Gruppe. Meine Angebotsschwerpunkte liegen im Bereich Sport und Fotografie. In der Selbstverwaltung der Schule bin ich unter anderem zuständig für: Öffentlichkeitsarbeit, Schulfahrt und Computer.
E-Mail: hk@freie-schule-leipzig.de
Henrik Ebenbeck
Geboren und aufgewachsen bin ich in der DDR, habe ein Theologiestudium abgeschlossen, später einige Semester Soziologie studiert und studiere seit 2000 noch Geschichte und Erziehungswissenschaft an der Fernuni Hagen. Ich bin Vater zweier erwachsener Töchter.
Seit 1994 arbeite ich an der Freien Schule und freue mich jeden Tag aufs Neue dorthin zu gehen. Mir gefällt die Zusammenarbeit mit diesem tollen Team, dass ich große Gestaltungsfreiräume in meiner Arbeit habe und immer mitbestimmen kann, wenn ich von Entscheidungen betroffen bin. Das Schönste ist jedoch der Kontakt mit den Kindern. Sie auf ihrem Weg ein Stück begleiten zu dürfen, fordert mich immer wieder auf vielfältige Weise heraus, ist aber auch zutiefst befriedigend. Gemeinsam mit meinen Kolleginnen Dörte und Alice ist der Ausbau der Schule bis Klasse 10 gerade ein Schwerpunkt meiner Arbeit.
Neben meiner Arbeit als Lehrer engagiere ich mich seit Jahren aktiv im Vorstand des Bundesverbands Freier Alternativschulen und arbeite mit viel Energie am Aufbau der European Democratic Education Community, EUDEC mit, einem europäischen Netzwerk demokratischer Schulen.
E-Mail: he@freie-schule-leipzig.de
Michael Hurtig
Ich bin Michael Hurtig und arbeite seit 1992 an der Freien Schule Leipzig. Diese Schule ist für mich ein Lebensraum, in dem alle kleinen und großen Menschen voneinander lernen und miteinander leben können, wo die Kinder als Persönlichkeiten wahrgenommen und ihrer individuellen Lebenswege respektvoll begleitet werden. Es ist mir wichtig, dass Kinder gern zur Schule kommen, dass sie neugierig bleiben und Freude haben an dem was sie tun. Ich bin sehr gern hier, weil die Atmosphäre in diese Schule für mich sehr lebendig ist, viel Raum für Veränderung bietet und immer wieder neue Wege möglich macht. Ich bin Bezugsperson einer altersgemischten Gruppe und fühle mich außerdem für die Bereiche Musik, Theater und für die Holzwerkstatt verantwortlich. Gern bin ich mit Kindern zum Klettern oder zu anderen Ausflügen unterwegs.
E-Mail: mh@freie-schule-leipzig.de
Rachel Roberts
Ich bin Bezugsperson der altersgemischten Gruppe von Klasse 4-6 und führe mit den Kindern ein breites Angebot an Projekten durch. Dennoch arbeite ich als englische Muttersprachlerin mit allen Kindern. Zu meinem Angebot gehören der Englischunterricht und englischsprachige Projekte, die verschiedene Aspekte beinhalten. Dazu gehören Spiele, Geschichten erzählen, Backen, Gespräche, Alltagskommunikation, Lesen und Schreiben. Das Interesse der Kinder wird immer wieder durch die allgemeine Präsenz des Englischen in unserer Gesellschaft geschürt, zum Beispiel durch Informationen aus dem Internet, Musik, die von den Schülern gehört wird oder Schriftzüge auf ihrer Kleidung. Und dann bin ich in der Schule, sozusagen als ständige Informationsquelle für die Kinder, um zu fragen, was sie möchten und wann sie es möchten. Außerdem wird das Interesse der Kinder durch meine Anwesenheit in der Schule geweckt: „Warum spricht sie mit einem lustigen Akzent? Warum macht sie manche Dinge anders als wir? Was um Himmels willen macht sie jetzt schon wieder und wie können wir sie das fragen?“ Dabei entsteht auch eine wunderbare Lernatmosphäre durch den Austausch zwischen mir und den Kindern, indem wir Wörter aus unserer Muttersprache wechselweise erklären und uns gegenseitig helfen, die Fremdsprache zu sprechen. Wir lernen gemeinsam: die Kinder, das Team und ich. Wir lernen darauf zu vertrauen, dass es in Ordnung ist, Fehler zu machen. Wir lernen, dass wir ständig und jederzeit lernen. Wir erlernen Kommunikationsfähigkeiten, Geduld, Unterrichten, Zusammenarbeit, Achtsamkeit und Offenheit anderen Kulturen gegenüber und viele andere Aspekte, die dazu gehören, wenn man sich einer anderen Sprache auf eine stimmige und ganzheitliche Weise nähert.
Sybille Dütsch
Seit 1994 arbeite ich in der Freien Schule Leipzig. Als Erzieherin mit Montessori- Diplom und Mutter von drei Kindern arbeite ich an einer Schule, wie ich sie mir auch für meine eigenen Kinder nur wünschen kann. Immer wieder erlebe ich, dass Kinder von Geburt an ein natürliches Lernbedürfnis haben. Mir ist es wichtig, an unserer Schule eine für Kinder und Erwachsene anregende Umgebung zu schaffen und die Kinder mit ihren Interessen ernst zu nehmen. Ich bin Bezugsperson in einer altersgemischten Gruppe von Klasse 1-3. Schwerpunkte meiner Arbeit sind das Mädchenangebot und kreative Angebote.
E-Mail: sd@freie-schule-leipzig.de
Pamela Süptitz
Seit 1992 arbeite ich an dieser Schule. Das ist nicht nur Arbeit für mich, sondern auch Lebenseinstellung. Miteinander wachsen, lernen, sich weiter entwickeln, ehrlich sein. Die Kinder lernen von mir und ich von den Kindern. Ich arbeite als Bezugsperson einer altersgemischten Gruppe von Klasse 1-3. Am liebsten biete ich Backen und Nähen an. In der Selbstverwaltungsstruktur bin ich u.a. für Haus, Hof und Garten verantwortlich.
E-Mail: ps@freie-schule-leipzig.de
Uta Kursawe
Nach sechs sehr schönen Studienjahren an der Ostsee und fünf erfahrungsreichen Jahren an staatlichen Schulen konnte ich ab August 1994 einer meiner Lebenstätigkeiten rund um die Uhr nachgehen und bekomme dafür sogar noch Geld. Meine Vorstandsarbeit gab ich ab und wurde Geschäftsführerin der Freien Schule Leipzig und arbeite mit diesem wunderbaren Team zusammen. Ich bin Ansprechpartnerin für den Verwaltungsbereich und die Kinder können bei mir Telefonieren und Kopieren lernen. Einige Dinge kann ich mit dem kleinen Finger erledigen, aber für die Schule gebe ich gerne meine ganze Hand.
E-Mail: uk@freie-schule-leipzig.de
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